Das Innovationsnetzwerk ist noch immer unter «AK Schoko» bekannt, dem Kürzel für den renommierten Arbeitskreis Schokoladentechnik, aus dem die IG Kakao & Schokolade hervorging, in der Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft branchen- und themenübergreifend zusammenarbeiten. Ziel ist es, neue Konzepte, Technologien und nachhaltige Lösungen für die Zukunft der Schokoladenindustrie zu entwickeln.
Erich Windhab, Prof. em. für Lebensmittelverfahrenstechnik am IFNH: Institute for Food, Nutrition, and Health der ETH Zürich, war Initiant und Schirmherr. Weiter waren Peter Braun (Braun-BIC), Susanne Miescher Schwenninger (ZHAW), Irene Chetschik (ZHAW) und Isabell Rothkopf (IVV Fraunhofer) an dieser Aufbauarbeit wesentlich beteiligt und nahmen die Anwesenden mit auf eine Zeitreise durch 30 Jahre intensive Forschung an der ETH Zürich zur Schokoladenverarbeitung.
Einzigartiges Netzwerk
Der Jubiläumsevent brachte Fachleute aus der Industrie, Forscher und Stakeholder aus der Welt des Kakaos und der Schokolade zusammen, um über erarbeitete Erkenntnisse, neueste Innovationen und Herausforderungen in ihrem Bereich zu diskutieren.
Als zertifiziertes «Living Lab» nach den Standards des «European Network of Living Labs (ENoLL) verfolgt die Innovationsgruppe einen offenen Innovationsansatz. Sie ermöglicht durch regelmässige Veranstaltungen, Ideensparring, gezielte Partnervermittlung und strategische Projektförderung eine enge Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Forschenden, Start-ups und etablierten Unternehmen. «Unsere Plattform dient als Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis. Durch die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Lindt & Sprüngli, Bühler und führenden Forschungseinrichtungen wie der ETH Zürich, BFH, ZHAW und dem IVV Fraunhofer können wir innovative Entwicklungen gezielt vorantreiben», so Lucas Grob, CEO von Swiss Food, Research zu den Zielen der Fachkooperation.
Nachhaltigkeit mit sicherer Versorgung
Zur Valorisierung von Innovation braucht es den entsprechenden Markt. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand ein zentrales Thema: die steigenden Rohstoffkosten. Diese Entwicklung hat die Branche massgeblich geprägt – von der Forschung über die Produktion bis hin zu den Konsumentinnen und Konsumenten. Für die Entwicklung der nachhaltigsten Lösungen für die Zukunft nimmt die Vermeidung von Preisspitzen und Versorgungsengpässen eine verstärkte Bedeutung ein.
Bühler-CEO Stefan Scheiber betonte in seinen Begrüssungsworten die Bedeutung eines guten Zusammenspiels von Innovation, Innovationskraft sowie einer zukunfts- und praxisgerechten Aus- und Weiterbildung. Konkrete Einblicke in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei Bühler gaben die Fachbeiträge von Manuel Höhener and Stefan Kellenberger zu Digitalisierung und Effizienz-Lösungen sowie zu den vielfältigen Herausforderungen und Chancen im wichtigen Zukunftsfeld «Alternative Ingredients».
Die im Rahmen der Jubiläumsfeier gezeigten Highlights gaben einen Ein- und Überblick zur Zusammenarbeit und spiegelten das anhaltende Engagement der Branche für Nachhaltigkeit und Qualität entlang der Kakaowertschöpfungskette wider. Einen guten Einblick in die praxisorientierte Umsetzung ermöglichte als Abschluss die Führung durch die Bühler-Pilotplant, in der innovative Technologien zusammen mit Kunden zur Praxisreife entwickelt werden.